GUL SCHROEDER
 

 

 

 

GUL SCHROEDER - eine menschliche und künstlerische Vita

Gul Schroeder – Ein Künstlername als Alter Ego.
cc(Alter Ego: Ein wahrer Freund ist gleichsam ein zweites Selbst -
cccccccccccccccccccccccccccccccccccccccccccCicero 44 v.Chr.)

Gul Schroeder als ein zweites Selbst ist gleichsam auch ein wahrer Freund!
Geboren und aufgewachsen im hohen Norden Deutschlands, in Schleswig-Holstein. Dem Land zwischen zwei Meeren, mit Blick nach Westen und nach Osten. Ein früher Individualist und kindlicher Forscher und Experimentator mit Weitblick in das Universum und dem Wunsch nach Reisen in Raum und Zeit. Das Bedürfnis nach Wahrheit verbunden mit der Suche nach Wesensinhalten führte zu einer Auseinandersetzung mit Natur- und Geisteswissenschaften und zum Studium der Psychologie. In diesem Rahmen erfolgte die Beschäftigung mit menschlichen Gesetzen von universeller Ästhetik, was wird als schön erlebt, was als „hässlich“ und wie wird es erlebt? Stehen dahinter kulturelle, persönliche oder andere Aspekte, diese Frage stellt sich Gul Schröder in der Entwicklung seiner künstlerischen Arbeiten innerhalb mehrerer Varianten. In der wissenschaftlichen Arbeit im Bereich der Kunstpsychologie und experimentellem Ästhetik konnte gezeigt werden, dass es unterscheidbare Gruppen in der menschlichen Wahrnehmung gibt. Die Wahrnehmungspräferenzen liegen zum einem darin, dass aufgrund seelischer Grundvariablen einfache Strukturen bevorzugt werden, wie wir sie zum Beispiel in den Bildern von Mondrian finden – die andere Sehweise künstlerischer Arbeiten beruht auf einer komplexen Betrachtung, die die Wahrnehmung zu einer eigenen Gestaltbildung anregen. Bilder von Jackson Pollock z. B. enthalten implizit ästhetische Strukturen, die bei dieser Betrachtergruppe positive Gefühlbewertungen erzeugen. In der komplexen Sichtweise stellen Menschen bei der Betrachtung des Himmels und der Wolken unbewusst Figuren her und nehmen eine Gesamtheit wahr. Werden einfache, klare Züge wahrgenommen, kommt es auch zu einer Bildung von ästhetischen Verknüpfungen, wobei dann die Reduzierung, wie auch etwa in japanischen „leeren“ Räumen, als angenehm empfunden werden kann. Ebenso wird nach klaren geometrischen Ordnungen gesucht. Bei der Beschäftigung mit dem seelischen Geschehen des Menschen findet sich auch in der l’Art Brut ein unermessliches kreatives schöpferisches Potential, das nur scheinbar von einer „menschlichen Normalität“ abweicht. Dort finden sich sowohl einfache, klare als auch komplexe Strukturen, die sich bis in die Steinzeit der Menschheitsgeschichte zurückverfolgen lassen. Ein über mehrere Jahre dauerndes Leben in der Kunstmetropole Köln führte dort zu vielen künstlerischen Berührungen und einem eigenen kreativen Schaffen, zunächst im Bereich von Fotografie und Videokunst.
Das menschliche Gesicht diente als Projektionsfläche um zu Verschmelzungen mit den Bildern von bekannten Persönlichkeiten wie Filmstars oder politischen Machtinhabern zu gelangen, diese Arbeiten zeigen die Welt der Wandlungen und Identifikationen mit menschlichen Rollen. Die Sichtbarmachung in Fotografie und Videoperformances spürte Wandlungswünsche auf und führte Unbewußtes und Bestehendes zusammen.
Die Verfremdung und verschiedene Symboliken bereiteten den Weg in die Malerei und der bildnerischen Darstellung archaischer Urgründe der verschiedenen Zeichen - von vorsprachlichen Menschheitssymbolen und deren Verknüpfung mit den Techniken der Grafitti-Sprayer. Dies führte zu einer neuen Formensprache und einer eigenen originären Bildsprache. Im weiteren Lebensweg führte die künstlerische Entwicklung wieder zurück zu den mythologischen Ursprüngen aus den Mittelmeerkulturen.
Viele Reisen nach Griechenland ab 1972 und die Begegnung mit den dortigen Sommerseminaren des Wiener Künstlers FRANZ MILAN WIRTH (1922- 1998, Studium an der Akademie für Bildende Kunst bei Prof. Herbert Boeckl, Mitglied des Wiener Künstlerhauses, Ehrenmitglied des Mödlinger Künstlerbundes und der St.Lukas Gilde Antwerpen-Wien), führten zu einem bedeutsamen geistigen und künstlerischen Austausch. Die weitere Verarbeitung von mythischen Symbolen in der eigenen Kunstentwicklung führte Gul Schröder zu den aktuellen Kosmologieserien mit elementaren Steindrucken sowie den Baubo- und Erosdrucken im Sinne der alten Mysterienkulte. Darin kann heute eine Wiederbelebung der positiven feministischen Weiblichkeitsrituale erlebt werden und auch deren unermessliches kreatives schöpferisches Potential. So können sich die Kräfte alter matriarchalischer Energien erneuern. Diese künstlerischen Steindrucke sind eine Huldigung an die Weiblichkeit.

Parallel entstanden die Fotoarbeiten „Blue Stone Project“ . Die blauen Steine in Wandel der Jahreszeiten , ein neuer Blick auf die Natur wie in einen japanischen Garten.
Das künstlerische Lebensprinzip von Gul Schroeder lautet:
Kunst ist Freiheit und Sinnlichkeit!
Der kreative schöpferische Akt löst die Grenzen unserer erworbenen emotionalen Programme und geistigen Denkmuster auf und schafft eine neue originäre Wahrnehmung. Gul Schroeder, Künstler und Diplom-Psychologe, ein Wanderer zwischen Welten, lebt in Strasbourg / Frankreich, dem Herzen von Europa.